flowagents Handbook
Purchasing

Stanley Stella

Nachbestellung, Artikel-Onboarding und Amortisation für Stanley/Stella-Artikel — Vorschlag, Freigabe und Entscheidung mit Zahlen.

Teil des Stanley-stella-Plugins

Dieses Modul ist kein Standard-Feature von flowagents. Es wird über das Stanley-stella-Plugin bereitgestellt und muss von einem Admin im Marketplace aktiviert werden.

Stanley Stella bündelt alles rund um Artikel auf Basis von Stanley/Stella-Rohlingen (White-Label) unter Einkauf → Stanley Stella. Die Seite hat fünf Flächen:

  • Nachbestellung — der wöchentliche Nachbestell-Vorschlag für NOS-Artikel (never out of stock): Das System rechnet je Variante aus Absatzrate, Bestand und offenem Zulauf eine Vorschlagsmenge aus. Du prüfst, passt Mengen an und gibst frei — die Freigabe erzeugt eine Lieferantenbestellung als Entwurf plus eine Klickliste (SKU + Menge) fürs manuelle Bestellen im Stanley/Stella-B2B-Shop.
  • Artikel — alle Stanley/Stella-Artikel mit Lebenszyklus (Test / NOS / Auslauf), Amortisationsgrad und Empfehlung. Die Umstufung (z. B. Test → NOS) bleibt immer ein bewusster Klick — das System empfiehlt nur.
  • Bestellungen — die Stanley/Stella-Bestellungen mit Amortisationsgrad und Payback je Bestellung, aufklappbar bis zur einzelnen Position.
  • Lieferungen — die Packliste einer eingetroffenen Sendung einlesen und die Barcode-Etiketten kistenweise drucken.
  • Scandruck — Teile nacheinander scannen und ihre Etiketten in genau dieser Reihenfolge als ein PDF drucken.

Einkaufspreise und Margen sind sensible Daten. Das Modul ist standardmäßig nur für Admins sichtbar; weitere Rollen schaltet ein Admin bei der Installation oder unter Einstellungen → Unternehmen → Team frei.

Einrichtung

Nach der Installation landest du auf der Einstellungsseite des Plugins (Einstellungen → Marketplace → Stanley Stella). Dort gehören hin:

  1. API-Zugangsdaten — Benutzername und Passwort des Stanley/Stella-API-Portals. Sie werden verschlüsselt gespeichert und für den täglichen Preis-Sync sowie den Verfügbarkeits-Abruf beim Vorschlag verwendet.
  2. Parameter — Ziel-Reichweite, Mindestbestand je Variante, Frachtfrei-Grenze und die beiden Amortisations-Schwellen. Die Absatzrate wird fest über die letzten 8 Wochen gemittelt.
  3. Kategorien-Zuordnung — welche Stanley/Stella-Kategorie beim Onboarding auf welche eigene Warengruppe abgebildet wird. Einmal gepflegt, fragt der Onboarding-Flow nur noch nach einer Bestätigung.
  4. Wochenticket anlegen — den wöchentlichen Nachbestell-Rhythmus erinnert kein Automatismus: Lege dafür von Hand eine wiederkehrende FlowHub-Aufgabe an.

Etiketten kistenweise drucken

Stanley/Stella-Rohlinge kommen ohne unsere Barcodes — die kleben wir selbst auf. Der Sendung liegt eine Packliste bei, die nach Kisten gegliedert ist und für jede Kiste auflistet, welcher Artikel in welcher Menge darin steckt. Ihre Zeilenreihenfolge entspricht der Reihenfolge der Teile in der Kiste; genau daran hängt der Nutzen dieser Fläche.

  1. Packliste hochladen — Foto oder PDF, so wie es die Scanner-App des Telefons ausgibt. Die Seiten werden einzeln gelesen, der Fortschritt steht daneben.
  2. Der Beleg wird gegengeprüft. Vier Prüfungen laufen automatisch: der Klartext neben jeder Artikelreferenz muss zum gefundenen Artikel passen, die Zeilen einer Kiste müssen ihre „Total Pieces"-Zeile ergeben, die Kisten die Gesamtmenge, und die Kistenzahl muss stimmen. Seiten, bei denen etwas klemmt, werden einmal erneut gelesen.
  3. Kontrollieren — oben steht ausschließlich, was nicht aufgeht. Sechs ruhige Kistenzeilen bedeuten: alles passt.
  4. Drucken — je Kiste ein Klick, ein PDF mit allen Etiketten dieser Kiste in Belegreihenfolge. Menge 3 heißt drei gleiche Etiketten hintereinander. Eine bereits gedruckte Kiste bleibt als gedruckt markiert, ein zweiter Klick heißt Nachdruck.

Das Etikett kommt aus deiner Etiketten-Vorlage (Einstellungen → Vorlagen → Etiketten). Ist für den Mandanten noch keine angelegt, sagt der Druckknopf das — Format und Felder gehören dorthin, nicht in diese Fläche.

Wenn eine Zeile nicht zugeordnet werden kann

Löst eine Artikelreferenz nicht auf — ein verlesenes Zeichen oder ein Artikel, den wir noch nicht führen — bleibt die Zeile offen und bekommt ein Suchfeld. Der Klartext vom Beleg steht schon darin, das reicht meist zum Finden. Die Zuordnung wird gemerkt: Beim nächsten Mal trifft dieselbe Zeile von selbst.

Die Kiste blockiert dabei nicht. Solange eine Zeile offen ist, heißt der Druckknopf ehrlich „27 von 28 drucken" — du bekommst die korrekten Etiketten sofort und kümmerst dich um den Rest, wenn es passt.

Wenn ein Teil keinen Etikettpreis hat

Jedes Etikett trägt den Etikettpreis seines Styles (siehe unten) — alle Größen denselben. Hat der Style keinen, bekommt die Zeile kein Etikett: Ein Etikett ohne Preis wird nicht gedruckt, auch nicht als Nachdruck.

Die Zeile zählt dabei wie eine offene Zeile. Der Druckknopf heißt „25 von 28 drucken", das PDF enthält 25 Etiketten, und unter dem Stand der Kiste steht der Grund mit eigener Zahl — „1 Zeile ohne Preis", getrennt von „1 Zeile nicht zugeordnet". In der aufgeklappten Kiste steht an der Zeile kein Preis statt des Nachdruck-Knopfs, daneben der Weg zur Karte Etikettpreise.

Behoben wird das in JTL, nicht hier: dort den Verkaufspreis pflegen, dann in der Karte Preise jetzt abgleichen — danach druckt die Zeile mit.

Eine Lieferung wird über ihre Liefernummer erkannt. Lädst du denselben Scan ein zweites Mal hoch, wird die vorhandene Lieferung geöffnet statt eine zweite angelegt — doppelt gedruckte Etiketten sind im Lager teurer als ein fehlender Klick.

Scandruck — Etiketten in Scan-Reihenfolge

Der Scandruck hängt am Teil in der Hand, nicht an einer Lieferung: für Bestand, der noch das alte Etikett trägt, und für den Ersatz eines einzelnen Etiketts. Du stehst mit Laptop und Handscanner an der Stange.

  1. Scannen — die EAN auf dem alten Etikett scannen. Jeder Scan hängt unten eine Zeile an: Artikel, Größe, Preis. Dasselbe Teil zweimal ergibt zwei Zeilen — die Liste wird nie sortiert und nie zusammengefasst. Das Scan-Feld behält den Fokus, du kannst ohne Blick auf den Bildschirm weiterscannen; ein Ton bestätigt jeden Scan.
  2. Korrigieren — ein Fehlscan lässt sich mit dem × am Zeilenende entfernen. Für einen Stapel gleicher Teile tippst du die Stückzahl in die Zeile (mit Enter bestätigen) statt zwölfmal zu scannen.
  3. Drucken — ein Knopf, ein PDF mit allen Etiketten in Listenreihenfolge, über dieselbe Etiketten-Vorlage wie der Kistendruck. Wer die Stange von links nach rechts gescannt hat, klebt von links nach rechts.
  4. Danach — die Liste bleibt stehen, bis du Liste leeren wählst. Klemmt der Drucker, druckst du einfach noch einmal. Sie übersteht auch ein Neuladen der Seite; gespeichert ist sie nur in diesem Browser, nicht im System. Ob ein Teil fertig ist, sieht man am Teil — einen Verlauf gibt es nicht.

Wenn ein Scan nicht angenommen wird

Ein unbekannter Code oder ein Artikel, der kein Basics-Artikel ist, kommt nicht in die Liste. Du hörst den Fehlerton, und unter dem Scan-Feld steht, welcher Code abgelehnt wurde — die Meldung bleibt bis zum nächsten Scan stehen. Lege das Teil beiseite: Es bekommt in diesem Lauf kein Etikett, und die Etiketten der übrigen Teile folgen ohne Lücke aufeinander.

Was „x von n" heißt

Hat der Style eines gescannten Teils keinen Etikettpreis (siehe unten), steht die Zeile trotzdem in der Liste — markiert mit kein Preis – kein Etikett. Sie bekommt kein Etikett. Beim Scan ertönt dafür der Fehlerton statt des Bestätigungstons, und unter dem Scan-Feld steht, welches Teil es war — am besten legst du es gleich beiseite. Der Druckknopf heißt dann zum Beispiel „14 von 15 Etiketten drucken": Die Liste verlangt 15 Etiketten, das PDF enthält 14. Beim Kleben überspringst du das markierte Teil.

Behoben wird das in JTL. Über der Liste steht, von wann die Preise sind; daneben holt Preise jetzt abgleichen sie sofort (rund zwei Minuten). Danach trägt die Zeile ihren Preis, ohne dass du das Teil neu scannen musst.

Etikettpreis

Das Etikett der Basics trägt den normalen Verkaufspreis. Dieser Preis wird weiter in JTL gepflegt; flowagents hält davon eine Kopie am Style und gleicht sie jede Nacht um 02:15 Uhr mit JTL ab. Übernommen wird nur der normale VK — keine UVP und kein Sale-Preis, damit ein Etikett gültig bleibt, wenn ein Sale beginnt oder endet.

Der Stand steht in den Plugin-Einstellungen (Einstellungen → Marketplace → Stanley Stella) in der Karte Etikettpreise: wann zuletzt abgeglichen wurde, wie viele Styles einen Preis haben („225 von 274 Styles abgeglichen") und welche gemeldet wurden. Abgeglichen werden alle Artikel des Plugins, auch die im Lebenszyklus Auslauf — ein Teil auf der Fläche braucht ein Etikett, solange es dort hängt.

Ein Style wird gemeldet statt beschrieben, wenn

  • seine Größen in JTL verschiedene Preise haben — der Etikettpreis gilt für den ganzen Style oder gar nicht; die abweichenden Preise stehen in der Meldung,
  • JTL für ihn keinen Verkaufspreis führt,
  • er in JTL nicht gefunden wird oder dort keine aktive Größe mehr hat.

Behoben wird das in JTL. Ein gemeldeter Style verliert seinen bisherigen Etikettpreis und bekommt kein Etikett, bis JTL wieder einen eindeutigen Preis liefert — so steht nie ein Preis auf dem Etikett, den JTL nicht mehr bestätigt. Bestätigt JTL auf einmal auffällig viele Preise nicht mehr (mehr als ein Zehntel, mindestens sechs), gilt die Antwort als unvollständig: Der Abgleich ändert dann nichts und meldet das in der Karte.

Preise jetzt abgleichen holt die Preise sofort, statt auf die Nacht zu warten — der richtige Knopf, wenn in JTL gerade ein Preis geändert oder ein gemeldeter Style korrigiert wurde und gleich danach Etiketten gedruckt werden sollen. Probelauf zeigt vorab, was der Abgleich setzen und melden würde, ohne etwas zu schreiben. Beide lesen alle Basics aus JTL und brauchen rund zwei Minuten.

Ist JTL beim Abgleich nicht erreichbar, steht das in der Karte, und die bisherigen Preise bleiben stehen. Zwischen einer Preisänderung in JTL und dem nächsten Abgleich kann ein Etikett noch den alten Preis tragen.

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