Datenbank-Rückweg
Sicherungspunkte vor Schema- und Datenänderungen — und wie du eine einzelne Änderung zurücknimmst
Unter Einstellungen → Flo AI → Datenbank-Rückweg liegen die Sicherungspunkte, mit denen sich eine einzelne, falsch gelaufene Datenbank-Änderung zurücknehmen lässt — ohne die ganze Datenbank auf einen alten Stand zu setzen.
Das ist nicht das Backup. Alle sechs Stunden entsteht ohnehin ein vollständiger Datenbank-Dump; der ist das Netz für den Totalschaden. Der Rückweg hier ist das Netz für „diese eine Änderung war falsch".
Struktur
Alle fünf Minuten wird festgehalten, wie die Datenbank innen aussieht: Funktionen, Views, Policies, Indizes, Constraints und Spalten. Ein neuer Eintrag entsteht nur, wenn sich tatsächlich etwas geändert hat.
Das greift unabhängig davon, wer die Änderung gemacht hat — der Migrationsjob,
das Supabase-Studio, ein Skript oder jemand von Hand. Genau darum geht es: eine
Funktion, die per CREATE OR REPLACE überschrieben wird, hinterlässt sonst
keine Spur ihrer alten Fassung.
So nimmst du eine Änderung zurück:
- Den Snapshot aus der Zeit vor der Änderung auswählen und auf Mit jetzt vergleichen klicken.
- Die Liste zeigt, was seitdem dazugekommen, verschwunden oder geändert ist.
- Bei Funktionen, Views, Policies und Indizes steht Zurückspielen daneben.
- Nach der Passwortabfrage ist die alte Fassung wieder aktiv.
Spalten, Constraints und materialisierte Views tragen stattdessen den Hinweis Nur als Migration. Das ist Absicht: eine gelöschte Spalte zurückzuholen bringt ihre Daten nicht mit, ein Constraint sperrt beim Anlegen die Tabelle, und eine materialisierte View muss neu befüllt werden. Solche Schritte gehören in eine Migration, nicht hinter einen Knopf.
Daten
Bevor du von Hand an Daten gehst — eine Preiskorrektur, eine Aufräumaktion, ein Import mit unsicherem Ausgang — legst du hier einen Sicherungspunkt an: Bezeichnung eintragen, betroffene Tabellen auswählen, Sicherungspunkt anlegen. Die Auswahl ist bewusst, nicht pauschal: einzelne Tabellen sind sehr groß, und eine Vollkopie würde die Datenbank verdoppeln. Zu große Auswahlen lehnt das System deshalb ab.
Später zeigt Vergleichen je Tabelle, wie weit Sicherungspunkt und Live-Stand auseinander sind:
- fehlen – Zeilen, die es im Sicherungspunkt gibt und live nicht mehr
- geändert – Zeilen, die live anders aussehen
- neu – Zeilen, die seitdem dazugekommen sind
Zwei Knöpfe schreiben zurück: Fehlende zurück fügt gelöschte Zeilen wieder ein, Geänderte zurück setzt veränderte Zeilen auf den alten Stand.
Ist ein Sicherungspunkt nicht mehr nötig, entfernt ihn Löschen samt aller Tabellenkopien sofort — sonst räumt er sich erst nach 14 Tagen von selbst weg. Auch das verlangt dein Passwort: Du wirfst damit ein Netz weg.
Neu dazugekommene Zeilen werden nie gelöscht. Ein Rückweg, der zwischenzeitliche Arbeit wegräumt, wäre keiner. Wenn wirklich etwas zu viel in der Tabelle steht, gehört das einzeln entschieden.
Jede Wiederherstellung sichert vorher selbst den Ist-Zustand — auch ein Rückweg, den du versehentlich gehst, lässt sich zurücknehmen.
Wer das darf
Die Seite ist Plattform-Administratoren vorbehalten, und jede Wiederherstellung verlangt zusätzlich dein Passwort. Einen Sicherungspunkt anzulegen braucht kein Passwort — dabei wird nichts verändert, nur kopiert.
Wie lange etwas aufgehoben wird
Sicherungspunkte für Daten verfallen nach 14 Tagen, die Struktur-Aufzeichnung nach 90 Tagen (mindestens die letzten 50 Stände bleiben). Danach werden die Kopien mit weggeräumt.